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Was die GEZ kann, das kann ich schon lange sagen sich inzwischen viele Geschäftsleute und verlagern einfach ihr Geschäftsrisiko auf den Konsumenten. Neulich auf dem Weg zum Supermarkt kam ich an einer Bushaltestelle vorbei. Dort stand ein Kerl mit so einer Art Bauchladenkassen und lächelte mir freundlich. zu: "Sie hätten auch den Bus nehmen können", sagte er breit grinsend. "Danke, aber nicht für die eine Station", antwortet ich. "Ja, aber Sie hätten ihn nehmen können"
beharrte der Mann und tickerte etwas in seine Maschine ein. Kopfschüttelnd wollte ich an ihm vorbei gehen. "Was? Wofür?" fragte ich. "Für den Bus", antwortete der Mann, "Sie haben ihn zwar nicht genommen, aber wir haben ihn für Sie bereit gestellt und wenn Sie gewollt hätten, hätten Sie ihn ja jederzeit nehmen können." Ich zeigte dem Mann meinen längsten Finger und ließ ihn stehen. "Sie werden noch von uns hören", drohte er und zückte eine Digitalkamera, um ein Foto von mir zu machen. Kaum hatte ich meine Einkäufe erledigt, hielt mich am Ausgang ein Verkäufer auf. "Sie haben ja gar nicht bei unserer Ramschware zugergriffen!" "Nein, warum." "Die haben wir extra für unsere Kunden bereitgestellt und Sie wären doch in der Lage gewesen, sie zu nehmen, da Sie sich in unseren Geschäft befinden und damit unzweifelhaft die Möglichkeit hatten, zum Beispiel diesen wunderschönen neongrünen Klammerkamm zu kaufen." Ich verkniff mir die Frage, ob die heute alle schlecht gefrühstückt hatten und sagte einfach: "Will ich nicht!" "Ich würd's mitnehmen", sagte der Mann und übergab mir einen Kassenzettel. "Bezahlen müssen Sie ihn ja sowieso." "Weshalb?" fragte ich fassungslos. "Weil Sie in der Lage gewesen wären unser Angebot zu nutzen." Ich nahm den Kassenzettel und warf ihm dem Mann vor die Füße. Dann stürmte ich wütend, ohne noch einmal nach rechts oder links zu gucken nach Hause. Gerade hatte ich mich nach einem Kaffee einigermaßen beruhigt, klingelt es auch schon an der Tür. Ein Kerl im schäbigen Trenchcoat hielt mir so etwas wie einen Ausweis vor die Nase und kam gleich zur Sache. "Wie es aussieht haben Sie eine Telefonflatrate mit Internetzugang in ihrem Haushalt. Damit liegt die Vermutung nahe, daß Sie Computer in ihrem Haushalt nutzen. Wenn ja, wie viele?" "Wieso?" "Sie sind verpflichtet Auskunft zu erteilen, wieviel Computer Sie in ihrem Haushalt haben, damit ich ihre GEZ Gebühren korrekt berechnen kann." "Was?" "GEZ, wenn Sie sich weigern, kann ich einen Hausdurchsuchungsbefehl veranlassen", erklärte der Mann. "Sie sind mit dem Computer in Lage die öffentlich rechtlichen Programme zu empfangen, also müssen Sie dafür auch bezahlen." So allmählich wurde mir klar, woher der Wind weht. "Schon gut", sagte ich. "Sagen Sie mal unterrichten Sie diese GEZ Methode eigentlich auch an einer Uni oder sowas." "Ja genau, wir machen so langsam Schule!" So, nachdem nun klar ist, daß die Bereitstellung eines Angebots neuerdings ausreicht um einen rechtswirksamen Kaufvertrag zu erwirken, schlage ich vor, daß alle Webmaster es mir nachmachen und die ARD und ZDF auffordern ebenfalls ihre Computerzahlen bekannt zu geben. Denn mit ihren internetfähigen PCs, sind ARD und ZDF in der Lage dieses Angebot, sowie eine große Anzahl weiterer interessanter Websites aufzurufen. Webmaster, die ihr Angebot im Internet bereitstellen, sollten nicht zögern wenigsten den Raffgierigsten ihrer Nutzern, die zudem diese Inhalte vielfach kommerziell weiter vermarkten, eine entsprechende Gebühr in Rechnung zu stellen. Persönlich halte ich, mein eigenes Angebot vor Augen, eine Abgabe für ARD und ZDF von 39 Cent pro Computer, pro Computernutzer und pro Beitrag, der auf der Nutzung des Internets basieren könnte. Das macht bei grob geschätzten 30.000 Mitarbeitern runde 11.700 Euro monatlich für mich und meine Seite. Ich bin zuversichtlich, daß ich dann auch in der Lage bin die Gebühren der Gegenseite zu tragen. Ich empfehle jedem Webmaster sich dieses schöne Taschengeld jeden Monat nicht entgehen zu lassen. Denken Sie immer daran, es ist nicht ihr Problem, wenn ARD und ZDF die Inhalte ihrer Seite nicht nutzen. Sie sind dazu in der Lage und könnten die von ihnen bereitgestellten Inhalte jederzeit abrufen. Wenn Sie noch nach der Rechnungsadresse suchen, werden Sie hier fündig. Nicht, daß wir uns falsch verstehen, ich bin Fan des öffentlich rechtlichen Rundfunks, allerdings nicht an seiner Finanzierung, die doch ein bißchen an mittelalterliche Wegelagerei erinnert. Wenn der Rundfunk sich öffentlich finanzieren will, dann bitte über Steuern. So zahlt jeder, egal ob er ein Fernsehen hat oder nicht. Die Straßen werden schließlich auch gebaut, egal ob sie jemand nutzt oder nicht. Aber die Tatsache, daß ich sie nutzen könnte bedeutet noch nicht, daß ich eine Maut bezahlen muß, die muß ich bekanntlich erst bezahlen, wenn ich das gemeinschaftliche Angebot auch wirklich nutze, daß ja von allen finanziert wurde. |